AUFSTELLUNGEN

Als "Systemaufstellungen" bezeichne ich in erster Linie Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen und Aufstellungen im beruflichen Kontext sowie verschiedene Formen von Strukturaufstellungen.

Aufstellungen kenne und erlebe ich seit über 20 Jahren als hoch effektive Methode zur Klärung wichtiger persönlicher oder beruflicher Anliegen. Mit ihrer Hilfe können wir besser verstehen, was Beziehungen belastet, persönliches Wachstum oder beruflichen Erfolg verhindert und manchmal sogar körperlich oder seelisch krank macht.

Die Aufstellung von Anliegen aus dem persönlichen, beruflichen oder familiären Bereich zeigt Lösungen auf und bringt Veränderungsprozesse in Gang. Wir können unseren Platz finden und unser Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestalten. Ein achtungsvoller Umgang mit uns selbst und mit Anderen wird möglich und führt zu wachsender innerer Zufriedenheit in allen Lebensbereichen.

Aufstellungen sind besonders nützlich, um Probleme in ihrem Kontext, d. h., in ihren Zusammenhängen sowohl verstehen als auch lösen zu können. Sie wirken oft sehr schnell und direkt, weil zusätzlich zur kognitiven auch die emotionale Ebene angesprochen wird. Wir sprechen nicht nur über Lösungen, sondern wir können sie auch empfinden.

Damit ergänzen (nicht ersetzen!!!) Aufstellungen optimal meine weiteren therapeutischen und beratenden Ansätze und Kompetenzen.

Im Gruppensetting profitiert jede/r auch von den Aufstellungen der anderen Teilnehmer/Innen. Nicht nur die eigene Aufstellung, sondern auch das Miterleben und Mitwirken als Beobachter oder Stellvertreter regen immer wieder eigene Klärungsprozesse an.

In der Unternehmensberatung haben die Organisationsaufstellungen inzwischen ihren festen Platz als ein hoch effektives Werkzeug gefunden. Gegenüber Familienaufstellungen gibt es jedoch noch immer Vorbehalte und Kritik.

Teilweise bezieht sich die Kritik auf die Person von Bert Hellinger, der manchen als Begründer der Aufstellungsarbeit gilt. Aber auch die unklare und leider manchmal sogar fehlende Qualifikation mancher selbsternannter "Aufsteller" wird in der Öffentlichkeit aus meiner Sicht zu Recht kritisiert und sorgt für Verunsicherung. Mir ist es wichtig, meine Position dazu klar und transparent darzustellen:

1. Zur Person von Bert Hellinger

Bert Hellinger hat die Aufstellungsarbeit nicht "erfunden", sondern selbst auf Konzepte und Erfahrungen anderer (Moreno, Satir, Böszörményi-Nagy, Ludewig u. a.) zurückgegriffen und eigene Erkenntnisse integriert. Daraus hat Hellinger seine persönliche Form der Aufstellungsarbeit entwickelt (und im Laufe der Jahre immer wieder verändert). Ich sehe daneben noch weitere Formen von Aufstellungsarbeit, die von anderen Prämissen und Konzepten ausgehen und mir persönlich näher sind.

Ich habe in den 1990er Jahren bei Bert Hellinger einerseits manches gelernt, was ich in meiner Arbeit heute noch als nützlich erlebe und schätze. Manche seiner Ansichten und vor allem die Art und Weise, wie er mit manchen Klienten umgegangen ist (und wohl heute noch umgeht), haben mich jedoch damals schon innerlich auf Distanz gehen lassen.

Inzwischen hat sich Bert Hellinger nach meinem Empfinden in seiner Arbeit und in seinen Aussagen in eine Richtung verändert, die ich mit meinem therapeutischen Selbstverständnis, mit meiner beruflichen Ethik und mit meinen persönlichen Werten nicht vereinbaren kann.

Ich unterstütze stattdessen die "Potsdamer Erklärung" von Herrn PD Dr. Arist von Schlippe aus dem Jahr 2004, die ich hier im Wortlaut veröffentliche:

2. Qualifikation für die (Aufstellungs-) Arbeit mit Menschen

Der Begriff "Familienaufstellungen" war und ist nicht geschützt und es gab zu Beginn weder Kriterien noch Vorgaben zur Ausbildung von "Familienaufstellern". Auch deshalb wurden – und werden bis heute - Aufstellungen leider auch von Menschen angeboten, denen es aus meiner Sicht an der dafür erforderlichen Qualifikation und Erfahrung fehlt.

In der "Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen" (DGfS) wurden inzwischen Qualitätskriterien entwickelt, um Ratsuchenden qualifizierte Aufsteller empfehlen zu können. Ich erfülle alle Kriterien und bin von der DGfS sowohl als Systemaufsteller als auch als Lehrtherapeut anerkannt.

Seit 1999 praktiziere und lehre ich Aufstellungsarbeit im In- und Ausland. In dieser Zeit habe ich mehrere tausend Aufstellungen selbst geleitet und teilweise bei Kolleg/Innen miterlebt.

In meinen Seminaren, in der offenen Gruppe und in der Weiterbildung arbeite ich ausschließlich mit qualifizierten und langjährig erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zusammen.

Für die Arbeit mit Menschen habe ich mich qualifiziert durch:

Besonders geprägt in meiner beruflichen und persönlichen Entwicklung haben mich:

Ihnen bin ich zu ganz besonderem Dank verpflichtet, weil ich bei Ihnen nicht nur Methoden und Techniken erlernen durfte, sondern weil sie alle einen großen Einfluss auf die Entwicklung meiner inneren Haltung und Ethik in der Arbeit mit Menschen hatten und noch haben!

Weitere wichtige "Lehrmeister/Innen" waren für mich u. a.:

Ihnen allen konnte ich persönlich begegnen und bei ihnen lernen. Ich empfinde das als eines der großen Geschenke meines Lebens!